Warum es Sospeso‑News braucht
Die Volksstimme berichtet über das, was vor der Haustür geschieht. Wer sie nicht lesen kann, erfährt vieles davon nicht.
Es begann mit einem Brief
Eine ältere Leserin schrieb der Volksstimme, sie könne sich das Abo neben der AHV nicht mehr leisten. Die Preise stiegen, das Abo auch.
Jürg Gohl las den Brief und schrieb ihr zurück. Er kannte die Idee des caffè sospeso aus Neapel: Wer an der Bar einen Kaffee trinkt, bezahlt einen zweiten für jemanden, der später kommt. Jürg Gohl übertrug die Idee auf die Zeitung.
Die Idee ruhte, bis er 2025 den Kulturpreis Basel-Landschaft erhielt. Einen Teil des Preisgelds gab er als Startkapital. Am 8. Juni 2026 wurde der Verein in Sissach gegründet.
Persönlich habe ich nichts davon, aber wichtig für Aufklärung. Man kann die Welt nicht verändern, aber die Leute sind informiert.
Was in der Zeitung steht
Welche Strasse gebaut wird und was an der Gemeindeversammlung traktandiert ist, steht in der Volksstimme und kaum anderswo. Für einen Teil der Gemeinden ist sie zudem das Amtsblatt.
Ein Jahr Volksstimme kostet 249 Franken. In manchen Haushalten reicht das Geld dafür nicht, etwa wenn die AHV knapp ist.
Was der Verein tut
Sospeso‑News kauft Abos beim Verlag zum normalen Preis und schenkt sie Haushalten, die einen Antrag gestellt haben. Wer ein Abo erhält, entscheidet der Vorstand. Der Verein gehört nicht zum Verlag.